Familienhebammen in Moers sichern die gesunde Entwicklung der Kinder

Familienhebammen in Moers sichern die gesunde Entwicklung der Kinder
Moers. (pst) Hebammen begleiten Frauen in der Regel rund um die Geburt und maximal zwölf Wochen lang danach. Und dann? Was ist, wenn Hilfe dringend benötigt wird, zum Beispiel weil besondere Lebensumstände bestehen? In Moers könnten dann die „Familienhebammen“ zum Einsatz kommen. Das Unterstützungsangebot des Jugendamtes kann bereits in der Schwangerschaft greifen. Eltern und auch Alleinerziehende können sich vertrauensvoll an die Beratungsstelle der „Frühen Hilfen“ wenden, um sich über die Förderung, Versorgung und Pflege ihres Babys zu informieren. Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation. Diese befähigt sie dazu, Eltern und Familien in belastenden Lebenssituationen zu unterstützen. Sie gehen bis zu einem Jahr nach der Geburt des Kindes in die Familien, unterstützen bei der gesundheitlichen Versorgung und leisten dort psychosoziale Unterstützung.
 
Baustein der Moerser Präventionskette

„Anders als die originären Hebammen, sind unsere Familienhebammen auch wichtige Lotsinnen durch die zahlreichen Angebote der Frühen Hilfen“, erläutert die städtische Präventionsbeauftragte Annette Rosanowski. „Sie klären die Eltern auf, zum Beispiel über die motorische Entwicklung und entwicklungsfördernden Umgang mit ihren Kindern. Sie vermitteln bei Bedarf weitere Hilfen.“ Vier Frauen sind derzeit in Moers im Einsatz. Familienhebammen sind ein weiterer Baustein der Präventionskette der „Familienstadt Moers (FaMos)“. Sie setzen nahtlos an das Projekt „Kinderzukunft“ an. Hierbei handelt es sich um ein Screening für Neugeborene in beiden Geburtskliniken, das Risikokonstellationen frühzeitig erfasst und die Vermittlung von Hilfen direkt nach der Geburt ermöglicht.
 
Bildzeile: Ein starkes Team für starke Kinder: Familienhebamme Claudia Haneke, Stephan Caniels (Koordinator „Frühe Hilfen“), die Familienhebammen Kirsten Lehnen, Lina Vielmuth und Katrin Domski sowie Annette Rosanowski (Fachstelle Prävention/v.l.). (Foto: pst)