Strampeln und Strom erzeugen - ENNI belohnt Hermann-Runge-Schüler im Projekt SMS

Strampeln und Strom erzeugen - ENNI belohnt Hermann-Runge-Schüler im Projekt SMS
Die Schüler der Hermann-Runge-Gesamtschule in Moers sind begeisterte Radfahrer. Vor allem in den Pausen treten sie ordentlich in die Pedalen. Dabei geht es ihnen allerdings nicht darum, Strecke zu machen, sondern um die pure Energieleistung. Vor rund vier Jahren hat ein Oberstufenkurs zusammen mit der ENNI Energie & Umwelt (ENNI) das „Projekt SMS“ ins Leben gerufen. Unter dem Titel „Stromsparen macht Schule“ beschäftigen sich die Jugendlichen mit dem Thema „Energie sparen" – und zwar auf kreative Art und Weise. So haben sie in einem Raum neben der Mensa drei Ergometer installiert, auf denen sie selbst und ihre Mitschüler regelmäßig in den Sattel steigen. „Auf einem Display erfahren die Schüler dabei, wie viel Strom sie mit ihrer Muskelkraft produzieren“, erklärt Lehrer Marcus Kruhs, der von dem Erfolg des Projekts begeistert ist. So nahmen im vergangenen Schuljahr 100 Mädchen und Jungen an der Aktion teil und erstrampelten insgesamt 9,29 Kilowattstunden. „Leider können wir den Strom nicht ins Netz einspeisen. Aber so viel Einsatz verdient natürlich eine Belohnung“, sagt ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer und überreichte den Schülern nun für jede erzeugte Kilowattstunde den zuvor vereinbarten Lohn in Höhe von 25 Euro. Das Geld soll in neue Projekte zum Thema „Energie sparen“ fließen.
 
Schulleiterin Gerhild Brinkmann und Marcus Kruhs sehen in dem Projekt SMS mehrere Vorteile: „Viele Schüler haben sich gewundert, wie mühsam es ist, Strom zu erzeugen. Strom zu verbrauchen ist dagegen ja viel einfacher“, sagt der Lehrer, dessen Schüler deshalb im ganzen Haus zum Stromsparen aufrufen, augenzwinkernd. Einmal pro Woche erhalten sie von der ENNI die Verbrauchsdaten ihrer Schule, analysieren sie und stellen sie auf einem Display in der Pausenhalle dar. „Interessant sind natürlich große Ausschläge: An Feiertagen geht die Kurve runter – an den langen Unterrichtstagen, an denen auch die Computerräume stark genutzt werden, geht der Stromverbrauch in die Höhe“, haben die Jugendlichen festgestellt. Ganz nebenbei ist das Strampeln auf den Ergometern ein kleines Fitness-Training. Und einen kleinen Wettkampf unter den Schülern gibt es natürlich auch: Am Schuljahresende wertet der Kurs aus, wer am meisten Strom produziert hat. Zur Belohnung gibt’s eine Urkunde und kleine Preise. „Auch wenn das zweite Halbjahr schon begonnen hat, ist noch nichts verloren“, ruft Kruhs die Hermann-Runge-Schüler dazu auf, noch einmal Gas zu geben. „Schließlich wollen wir den Rekord aus dem ersten Halbjahr des Schuljahres 13/14 brechen. Damals haben die Kids 10,1 Kilowattstunden erzeugt.“ Und damit könnte man rein rechnerisch immerhin 500 Stunden am Laptop arbeiten oder 70 Stunden fernsehen.