Dokumentarfilmfestival doxs! ruhr startet in Moers

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Moers. (pst) Um ein Festival reicher ist Moers im Herbst: Am 7. November findet auch in der Grafenstadt das Jugend-Dokumentarfilmfestival doxs! ruhr statt. Zu sehen sind dann von Jugendlichen ausgewählte Dokumentarfilme für Schülerinnen und Schüler. „Wir erweitern damit unser kulturelles Portfolio. Wir wollen den Prozess auf Nachhaltigkeit anlegen“, erläuterte der Erste Beigeordnete und Kulturdezernent Wolfgang Thoenes am Montag, 28. August, im Gymnasium in den Filder Benden bei der Vorstellung des Programms. Das Kulturbüro Moers unterstützt das Festival finanziell. „Ich freue mich, dass wir diese besondere Nische hier aufgreifen“, so Beatrix Wirbelauer, Leiterin des Kulturbüros. Bereits im Mai haben Jugendliche im Rahmen des Moerser Kulturrucksack-Projekts ein Filmprogramm für ein Publikum ab 12 Jahren zusammengestellt. Vier verschieden Filme sind nun im November hier zu sehen. Gerade weil die Kinder und Jugendlichen heutzutage im Fernsehen und im Internet viele Bewegtbilder sehen, ist das Angebot ein guter Beitrag zur Bildung. „Wir sprechen intensiv mit den jungen Menschen, was sie dort auf der Leinwand sehen. Gerade vor dem Hintergrund von Lügenpresse und alternativen Fakten, ist dies ein wichtiges Angebot“, erklärte Festivalleiterin Gudrun Sommer.

Dokumentarfilme gegen alternative Fakten
Den Nerv den Schüler scheint das Festival bereits getroffen zu haben: „Ich dachte im immer, Dokumentarfilme sind langweilig, dauern 90 Minuten und handeln nur vom Regenwald“, so eine junge Teilnehmerin. Im Gegenteil, die Themen sind spannend und vielfältig: der Arbeitsalltag eines Müllmanns, das Leben der 12-jährigen Thea mit der Krankheit Epilepsie oder die psychische Krankheit und Drogenabhängigkeit einer Mutter. In Moers sind die Filme für die Schüler am 7. November im Atlantic Kino zu sehen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Vorführungen sind kostenfrei und werden von einem medienpädagogischen Gespräch begleitet. Definitiv dabei sein werden Jugendliche des Gymnasiums in den Filder Benden. „Für uns ist das Festival als Öffnung von Schule nach außen zu sehen. Die Schüler reflektieren, was dort passiert. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um anspruchsvolle Bildung bieten zu können“, so Schulleiter Arndt van Huet.

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Auch der Film über den äthiopischen „Circus Debere Berhan“ von Lukas Berger ist bei der Moerser Ausgabe des Dokumentarfilmfestivals doxs! ruhr zu sehen. (Foto: privat)