Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Bild: © Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wurde die bisherige Einteilung in unterschiedliche Leistungskurse aufgehoben.

Wie in Finnland werden unsere Schülerinnen und Schüler zukünftig gemeinsam in Klassen unterrichtet und zwar bis zum Ende der Klasse 8. Einzige wichtige äußere Differenzierung bleibt das Wahlpflichtfach, das aber auch als Ausbildung eines individuellen Schwerpunktes ab dem 6. Jahrgang zu sehen ist. Die Anforderungen individualisierten Lernens werden so besser umgesetzt. Alle Stunden, die bisher für Differenzierung verwendet wurden, sind jetzt den Klassen zur individuellen Förderung zugewiesen worden.

Konkret heißt dies:

  • Doppelbesetzung von Unterrichtsstunden, um mit kleineren Gruppen zu arbeiten
  • Einrichtung von Neigungsprofilen ab Klasse 5 (bilingual Englisch, Naturwissenschaften und musisch-künstlerisches Profil)
  • Einrichtung von Hausaufgaben - Silentien (Stillarbeiten) im Nachmittagsbereich und Ausrüstung der Silentienräume mit Material zur Förderung selbstständigen Lernens.

Der Unterricht in leistungsgemischten Gruppen, also im Klassenverband, garantiert sinnvolle Gruppengrößen und sozialen Zusammenhalt der Klasse. Die Klassen- und Fachlehrkräfte haben größeren pädagogischen Einfluss bei konstanten Lerngruppen.

Nach wie vor wird am Ende eines Halbjahres den Schülerinnen und Schülern mitgeteilt, auf welcher Stufe sie sich befinden (Grund- oder Erweiterungskurs). Dies dient zur Orientierung auf die möglichen Abschlüsse und zeigt an, auf welchem Anforderungsniveau die Lernstandserhebungen und die zentralen Abschlussprüfungen durchgeführt werden.

Ab Jahrgangsstufe 9 werden zur Vorbereitung auf den weiteren Ausbildungsweg 2 abschlussbezogene Profile angeboten:

  • Profil 1 zur Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe (Fachoberschulreife mit Qualifikation) oder auf die Fachoberschulreife bezogene Ausbildungsgänge
  • Profil 2 als Vorbereitung auf das Berufsleben mit besonderem Schwerpunkt auf Schulabschlusssicherung und Berufswahlvorbereitung.

Durch diese Art der Profilbildung werden einerseits Entwicklungschancen solange wie sinnvoll offen gehalten, andererseits aber wird auch zielgerichtet auf die Sicherung eines Schulabschlusses und die Anforderungen der Betriebe für Auszubildende hingearbeitet.

Als Ganztagsschule haben wir alle zeitlichen, räumlichen und technologischen Möglichkeiten, den wesentlichen Erwartungen an Schule nachzukommen:

  • der Erfüllung Kernkompetenzanforderungen im Hinblick auf zentrale Prüfungen
  • der individuellen Förderung
  • der Anleitung zum selbstständigen Lernen und Weiterlernen und
  • der ganzheitlichen Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler

Es ist eine Herausforderung, neue Wege zu gehen. Aber es ist offensichtlich notwendig und wird sich für alle lohnen.

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