Friedhöfe

Friedhof an der Rheinberger Straße

Ursprünglich stand hier die Bonifatiuskirche deren Ursprung in das 10./11. Jahrhundert datiert wird. Sie bildete vor 1200 den Mittelpunkt des alten Moers. Mit dem Bau des Schlosses an der heutigen Stelle schob sich die Ansiedlung naturgemäß näher in den schützenden Bereich der Burg. Im 17. Jahrhundert wurde die Kirche – jetzt vor den Toren der Stadt - durch Kriegswirren zerstört. Im Jahre 1803 wurde sie im alten Stil als Friedhofskapelle erneuert. Dieser Friedhof ist der älteste in Moers. Über 400 Jahre alte in Stein gehauene Zeugen der Vergangenheit sind in der heutigen Grünanlage noch vorzufinden. 1875 wurde der Seminarlehrer und Kantor Wilhelm Greef hier beerdigt. 1880 endeten die Bestattungen auf diesem Friedhof.

Die Gemeinde Hülsdonk wollte dem im Jahre 1884 gegründeten „Friedhofsverbande Moers“ nicht beitreten. Stattdessen erwarb sie ein Grundstück und richtete einen eigenen Friedhof ein. Der Friedhof Hülsdonk ist heute der kleinste Moerser Friedhof, auf dem noch bestattet wird. Die erste Beisetzung erfolgte dort im Oktober 1883.

In diesem Jahr erwarb der Landwirt Heinrich Parsick bereits eine 13-stellige Familiengrabstelle auf dem Friedhof. Der Parsickhof gehörte zu den größten und wohlhabendsten in der Region. Heinrich Parsick hat sich zudem als Schöffe und Gemeinderat hohes Ansehen erworben. Auch die Familie Nepix wählte den alten Hülsdonker Friedhof als letzte Ruhestätte. Ihr Name ist durch die Nepix Kull - eine Vertiefung auf dem das städtische Haus für den aus der Familie stammenden Postillion der Stadt stand -unmittelbar mit der Moerser Stadtgeschichte verbunden.

Größe des Friedhofes: 0,9 Hektar