Wanderwege in und um Moers

Moers und der Niederrhein laden zum Wandern ein. Schöne Wanderwege führen zu den Halden, durch Felder und Wiesen. Finden Sie hier einen Überblick über die verschiedenen Wanderwege in und um Moers.

Jakobspilgerweg

Der Waldsee

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Spätestens seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ ist das „Jakobspilgern“ in Deutschland aktueller denn je. Auch Moers ist Teil einer Route. Der Jakobsweg von Nimwegen/Niederlande nach Köln führt über das Stadtgebiet. Der Landschaftsverband Rheinland wird ihn im Frühjahr 2009 zusammen mit dem Verein „Niederrhein e.V.“ offiziell eröffnen. Schon heute können ihn Wanderer aber an einem Emblem erkennen, das an eine strahlende Sonne erinnert. Im Bereich des Moerser Schlosses weist bald eine Edelstahl-Stele auf diese besondere Strecke hin. In Moers beginnt der Jakobspilgerweg hinter dem Baerler Busch in Eick-Ost. Er führt über Utfort, die Innenstadt, Vinn und Schwafheim nach Rumeln.

Der Jakobspilgerweg Im Jahr 1987 hatte der Europarat die Wahl der Jakobspilger in ganz Europa zur europäischen Kulturroute erhoben und ihre Identifizierung empfohlen.1999 startete in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland das Projekt „Wege der Jakobspilger im Rheinland“. Nach den Routen Wuppertal – Köln – Aachen – Belgien, Köln – Trier – Frankreich und Millingen am Rhein – Kevelaer – Roermond – Maastricht ist die Strecke am Niederrhein der vierte Weg. Der Pilgerweg orientiert sich meistens an bereits vorhandenen, ausgeschilderten Rad- und Wanderwegen und weicht nur manchmal davon ab.

Die Wegstrecke durch Moers Von Rheinberg-Vierbaum kommend verläuft der Weg zunächst über die Hauptwanderstrecke (HWSt) „X 12“ (X steht für Fernwanderweg) und NiederrheinRoute (NR) zum Lohheidesee. Die Terrasse des alten Kreisbahnhofs Lohheide – heute ein nettes Ausfluglokal – bietet dem Pilger eine gute Rast und einen wunderschönen Seeblick. Nach dem Passieren des Geländes des „Segelclubs Lohheider See“ zweigt der Weg bald links vom See aus ansteigend ab. Am Sportplatz Baerl biegt der Pilgerweg rechts ab und verläuft zunächst hinter Gartengrundstücken. Unmittelbar dahinter geht es rechts über den Autowanderrundweg „A 7“ auf schmalen Pfaden weiter durch den Baerler Busch. Der Weg quert auf einer Fußgängerbrücke die Kreisstraße, die alte Zechenbahn und die Bundesautobahn A 42. An der nächsten Wegkreuzung führt die Pilgerstrecke rechts über „A 9“ idyllisch am Waldsee entlang, bis er auf die alten Industriebahngleise stößt. Hinter dem Bahnübergang führt der Weg dann wieder über die HWSt „X 12“ und die NiederrheinRoute Richtung Moers Eick-Ost.

Nach der Überquerung der Römerstraße geht es auf der Orsoyer Allee an der Siedlung und am Sportplatz vorbei bis kurz vor dem Moerser Brauhaus. Dort zunächst wenige Schritte links in die Straße Am Anger abbiegend, schlängelt sich der Pilgerweg gemeinsam mit HWSt „X 12“ halbrechts durch ein Wäldchen, quert die Rheinberger Straße (ehemalige B 57) und führt nach der Querung der überbreiten Rathausallee auf der Friedenstraße an der beschaulich im Grünen gelegenen evangelischen Kirche Utfort und ihrem Friedhof vorbei, ein paar hundert Meter über die Buschstraße Richtung Kampstraße. Auf der Kampstraße geht es ein kleines Stück nach rechts und direkt hinter dem Brückengeländer links herunter der HWSt „X 12“ folgend – teils auf sehr schmalem Pfad – am Moersbach entlang bis zum Großparkplatz „Moerser Benden“. Dort führt der Weg über eine Fußgängerbrücke zwischen Moerser Rathaus und Finanzamt auf das Neumarkteck zu. Dort verläuft der Pilgerweg rechts etwa 50 Meter über den Unterwall, um dann links in die mit kleinen alten Häusern bebaute Fieselstraße abzubiegen.

Die Fußgängerzone Neustraße überquerend, am romantischen Pumpeneck vorbei, zweigt die Pilgerstrecke links in die Haagstraße mit einigen schön restaurierten Bürgerhäusern ein. Dieser folgt sie bis zur Evangelischen Stadtkirche, um dann an der alten Sozietät (irischer Pub) rechts am Kastellplatz entlang, am alten Landratsamtsgebäude (vor dem heutigen VHS-Gebäude befindet sich ein Mahnmal zur NS-Zeit!) vorbei, zur katholischen St. Josefkirche beziehungsweise zum Moerser Schloss. Es geht rechts am Schloss vorbei durch den alten Park mit seinen mächtigen Bäumen in Richtung Gartenstraße über die schmale Fußgängerbrücke des Stadtgrabens. Ein kleines Stück verläuft der Weg über die alte Wallanlage, um dann später an einer Ampelkreuzung die Filder Straße zu überqueren.

Im Ohl geht es in Moers-Vinn nach Querung der Otto-Ottsen-Straße an der sich in einem graufarbenen Wohngebäude befindlichen Freien evangelischen Gemeinde vorbei durch eine schmale Furt zur Kaiserstraße. Dort folgt der Pilgerweg dem Wanderzeichen „N“ (N steht für Naturfreunde) Richtung Autobahnabfahrt Moers-Zentrum. Der Weg führt weiter auf „N“ Richtung Moers-Schwafheim und biegt am Ende des Heideswegs, kurz hinter der architektonisch interessanten evangelischen Kirche Schwafheim, rechts in die Felder ab. Nach dem ersten Feld geht es zunächst links etwas abwärts in den Schwafheimer-Bruch-Kendel. Dort folgt der Pilgerweg dem Graben auf nordöstlicher Seite in Richtung Duisburg-Rumeln auf der NiederrheinRoute (längere Zeit ist kein Pilgerzeichen zu sehen!). Der Weg mündet am Ende nach einer Schlängelbewegung an Gehöften vorbei (Am Steinbrink) an der Düsseldorfer Straße an einer Haltestelle beziehungsweise am grünen Raiffeisenmarkt. Nach der Überquerung der Düsseldorfer Straße (Fußgängerampel) verläuft der Weg über die baufällige Colve-Eisenbahnbrücke, um dann rechts abschüssig in Richtung Toeppersee zu führen. Bei Erreichen des Sees wird die Wasserskianlage rechts liegen gelassen, um den westlichen Uferweg zu benutzen (keine anderen Wanderzeichen!). Ungefähr am Hallenbad vorbei mündet der Weg im Stadtteil Rheinhausen-Bergheim.